Der ICD (Implantierbarer Cardioverter Defibrillator)

Bei Risikopatienten ist die Implantation eines ICD die sinnvollste und sicherste Therapie, um den Patienten vor dem plötzlichen Herztod zu bewahren.

Die Entscheidung zur Implantation stellt Patienten vor sehr große Probleme und offene Fragen: Wie funktioniert der Defi? Auf was muss ich achten? etc.


Was ist ein Defi (Defibrillator)?

Die Implantierung eines Defis erfolgt als präventive Maßnahme. Oft sind die Patienten ängstlich und verunsichert, haben Fragen und wissen nicht, wie sie sich im Alltag verhalten sollen. Wie geht es den Patienten, die sogar schon einen oder mehrere Schocks erlebt haben?
Der Kontakt zu Betroffenen in Selbsthilfegruppen bietet hier eine gute Möglichkeit, sich zu informieren und wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen.

Der ICD überwacht permanent, ähnlich einem Herzschrittmacher, den Herzrhythmus und bietet bei Rhythmusstörungen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung.

Neben der Funktion des Herzschrittmachers (Verhindern eines kritischen Pulsabfalls) ist es die Hauptaufgabe des ICD, schwerwiegende, auch lebensbedrohliche Formen von Rhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herzschlagfrequenz wieder herzustellen.

Bei einigen Arrhytmen (häufig bei so genannten "Ventrikulären Tachykardien (VT)", einer gefährlichen Form des Herzrasens) besteht die Behandlung in der Abgabe einzelner, schwacher elektrischer Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommen werden, aber die Tachykardie beenden können.

Bei schwersten, auch lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (Kammerflimmern, sehr schnelle VT) wird zur Beendigung ein stärkerer Energieimpuls, ein Schock, verabreicht, den der Patient als heftigen Ruck, Stoß oder auch Schlag im Brustkorb verspüren kann.

Quelle: www.kardiologie-praxis.de